Monika Lehnhardt und Kirgistan

Alla Malabiu – Gründerin der St. Petersburger Elterncommunity “I hear you” hat einen sehr netten Artikel in der fb Seite der Community geschrieben. Der link “See more” rechts unten beim Text führt zu der fb Seite, wo auch eine Übersetzung möglich ist.

Am Foto unten links: Monika Lehnhardt / kürzlich implantiertes Kind / Nadira Mamyrova – Mitgründerin und Vorsitzende des Elternvereines Bishkek / Prof. Fedoseev, Chirurg aus Moskau, der vor kurzem 8 weitere Schützlinge der Lehnhardt Stiftung in Bishkek operierte.

Am Foto unten rechts: Podium bei der Pressekonferenz in Bishkek am 16.11.2018 – von links nach rechts
–> Prof. Kachimbek A. Uzakbaev, Direktor unserer Partnerklinik in Bishkek “National Center of Maternity and Childhood Care”
–> Dr. Monika Lehnhardt-Goriany – Vorsitzende und Co-Gründerin Lehnhardt Stiftung (Profil)
–> Dr. Michael Goriany – Volontär Lehnhardt Stiftung/Lehnhardt Akademie, Koordinator des soeben gestarteten Projektes “Comprehensive Early Intervention Program Kyrgyzstan” https://earbook.eu/kyrgysztan-no-more-deaf/

 

Curriculum Vitae Dr. Dr. h.c. Monika Lehnhardt

monikalehnhardtMonika Lehnhardt wurde in Wien geboren und promovierte dort an der Alma Mater Rudolfina Universität. Sie erhielt ihren Doktortitel nach dem Studium der Philologie, Psychologie und Philosophie.

Sie hatte unterschiedliche Positionen in namhaften Firmen wie Schering (Berlin), Monsanto (Düsseldorf und Brüssel), Pharmacia (Freiburg) und sie gründete die Firma Cochlear Europe in Basel im Jahre 1987.

Weiterlesen …Curriculum Vitae Dr. Dr. h.c. Monika Lehnhardt

Profil Ernst Lehnhardt

Ernst Lehnhardt 1Ernst Lehnhardt wurde am 26.04.1924 in Crivitz, Mecklenburg geboren. Er besuchte das Humanistische Gymnasium und absolvierte seinen Militärdienst 1941-1945. Nach dem Studium der Medizin und Zahnmedizin promovierte er in Medizin in Kiel 1950 und in Zahnmedizin in Rostock 1953. Die Habilitation für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde folgte in 1959. 

Weiterlesen …Profil Ernst Lehnhardt

[:de]Vortrag Monika Lehnhardt anlässlich Benefizveranstaltung in Baden-Baden[:]

[:de]

Vortragstitel: Wir schenken Kindern Gehör

Im folgenden ein Mitschnitt des Vortrages von Frau Dr. Monika Lehnhardt anlässlich der Benefizveranstaltung des St.Roman Festival Baden-Baden am 26.3.2017 im  Cistercienserinnenorden Kloster Lichtenthal, Baden-Baden

Der Mitschnitt ist noch nicht bearbeitet, wird aber aus Gründen der Aktualität schon jetzt zugänglich gemacht.

Der Vortrag gibt einen Überblick über Geschichte, Funktion und aktuelle Situation der Versorgung von Tauben mit einem Cochlea Implantat. Die rund 70 Teilnehmer waren fast alle noch nicht mit der Möglichkeit eines Cochlea Implantates vertraut und haben die Einführung mit grossem Interesse verfolgt.

Die Begrüssung erfolgte durch die Äbtissin des Ordens, M.Bernadette Hein. Der Vortrag beginnt in 04:00

 

[:]

30 Jahre Cochlear Implant in Hannover

Im August 1984 erfüllte sich Ernst Lehnhardt einen lang gehegten Wunsch „gehörlosen Menschen den Hörsinn (wieder)zugeben“ als er seine erste Patientin mit einem Cochlea Implantat versorgen konnte. Davon träumten vermutlich die meisten HNO Ärzte, doch es blieb über 2 Jahrtausende ein Wunder wie es nur in der Bibel bei Markus 7.31 beschrieben war.Lehnhardt_Hermann_Berghaus_Krenz_1985
Ernst Lehnhardt kannte natürlich alle die Versuche, die Pioniere lange vor ihm unternommen hatten.

 

Der Physiker Alessandro Volta (1800) mit seinem Voltaischen Ohrversuch, den er an seinem hörenden Ohr vornahm und der als Wurzel aller elektrischen und elektronischen Hörhilfen betrachtet werden kann.
Der deutsche Arzt Rudolf Brenner, der in St. Petersburg wirkte und 1868 sein Buch „Über die Wirkung akustischer Ströme auf das Hörorgan im gesunden und kranken Zustand“ veröffentlichte. Er hatte das elektrophone Hören gefunden, das aber nur so lange funktioniert wie die Hörfunktion nicht ganz erloschen ist.
Wever und Bray mit ihrer Publikation 1936, die die Entdeckung der Microphonics beschreibt. Djurno und Eyries, die 1957 ihren ersten Patienten implantierten, der die Hörempfung von „zischendem, kochenden Wasser“ hatte.
Sehr wichtig nahm er die 1963 publizierten Vorschläge von Zöllner (Otologe) und Keidel (Physiologe) zur Verwirklichung eines sprachvermittelnden Implantates. Er wusste, dass William House, den er für einen begnadeten Operateur hielt, in Zusammenarbeit mit dem kreativen Ingenieur Urban in Los Angeles in den 60iger und 70iger Jahren bereits eine breite klinische Anwendung praktizierten. Sie verwendeten ein einkanaliges System, die einzig funktio-nierende Version und begründeten dies auch mit dem bis dato akzeptieren „Respekt vor der Cochlea“. Die Zeit war offenbar „reif“ und in Europa arbeiten mehre parallel an dem Konzept CI: Chouard in Paris (1977), Fraysse in Toulouse (1979), Hruby und Tichy in Prag, Fraser in London, Dillier und Spillmann in Zürch (1984), Burian und Hochmairs in Wien (70er Jahre).
Ernst Lehnhardt hatte auch das ehrgeizige Ziel einer „Eigenentwicklung“ und arrangierte eine Zusammenarbeit seiner Klinik (MHH) mit der Technischen Hochschule Hannover, Prof. Musmann und dem Sprachwissenschaftler Prof. Meyer vom Max Planck-Institut in Göttingen. Musmann war gerade dabei, das Fernsehtelefon mit nur einer zusätzlichen Leitung zu realisieren. Davon erhoffte sich Ernst Lehnhardt Anregungen, das Ergebnis war aber mager. Wie schon Brenner vor hundert Jahren erzielte man den Effekt eines elektrophonen Hörens. Eine Enttäuschung. Seine Geduld (nicht gerade eine seiner herausragenden Eigenschaften, was vermutlich auf die meisten Operateure zutrifft) wuchs und er lud Hochmairs ein, das von ihnen entwickelte Gerät vorzustellen. Es arbeitete einkanalig. Davon war Ernst Lehnhardt unter dem Eindruck der Vision von Zöllner und Keidel nicht überzeugt.Lehnhardt_Battmer_1985
„Gerade noch rechtzeitig“ kam Dr. Mike Hirshorn Anfang 1984 aus dem fernen Australien nach Hannover und stellte („heimlich unter dem Tisch“) das von dem Physiologen und Otochirurgen Graeme Clark seit 1967 entwickelte 20 kanalige Gerät vor. Er hatte seinen ersten Patienten 1978 in Melbourne implantiert.
Begeistert saßen EL und sein Audiologe Rolf Battmer wenig später im Flugzeug nach Australien – auf eigene Kosten, wie er immer wieder betonte. Zwei Wochen verbrachten sie in Melbourne bei Graeme Clark und Jim Patrick, in Sydney bei David Money und seinem kleinen Team. Das Ergebnis war die am Anfang erwähnte erste Implantation im August desselben Jahres.
Diese Entscheidung sollte die weiteren 27 Jahre seines Lebens gravierend beeinflussen.
Die Frage einer anhaltenden Finanzierung war vordringlich. Zunächst gelang es ihm mit einem kleinen Trick, seine nächsten drei Patienten zu versorgen. Er fragte einen Mitarbeiter in der Verwaltung, wie hoch die Kosten für eine Herztransplantation seien und erntete Verwunderung. Er wollte doch wohl nicht Herzen transplantieren. Es gelang ihm glaubhaft zu machen, das für seine „Herzensangelegenheit“ kein Mensch sterben muss und tauben Menschen zum Hören verholfen wird. Dreimal DM 35.000 wurden von dem unbürokratischen Verwaltungsbeamten spontan genehmigt. Er konnte dann über viele Jahre die positive Entwicklung des Programms beobachten.
Widerstand gegen die Implantation von Erwachsenen gab es kaum, auch die Entscheidung im Jahre 1987 einem kleinen Patienten, der infolge von Meningitis ertaubt war ein Implantat zu geben, wurde akzeptiert. Verstanden doch die meisten, dass in diesem Fall rasches Handeln angesagt war, um einer Verknöcherung der Schnecke zuvorzukommen. Tobias (damals 4 Jahre und 9 Monate alt) hatte seine Sprache auch schon teilweise verloren und wir freuten uns alle zu sehen / hören, wie er sie wenige Wochen nach der Operation bereits wiedergewann.
Ganz anders sah es aus, als er ernsthaft erwog, ein taub geborenes Kleinkind zu operieren. Er wusste um die Skepsis der Physiologen die warnten und drohten, es würde niemals gelingen, mit einem CI den Funktionsausfall des Innenohres zu kompensieren.
1988 bestürmte ihn die Mutter der 17 Monate alten Rawya aus Dubai – sie sei sicher, ihr Mädchen sei vollkommen taub. Sie wollte auch nichts von einer Implantation außerhalb der Schnecke mit dem speziell für solche „Fälle“ entwickelten „Combi-Implantat“ wissen. Das Klinikteam war dagegen. Vermutlich hat die Argumentation der Sprachtherapeutin – es kann nicht implantiert werden, da wir doch keine so kleinen Tische und Stühlchen haben – den Ausschlag gegeben. EL drückte ihr Deutsche Mark in die Hand und bat sie, erforderliche Möbel und Spielzeug zu besorgen. Rawya spricht heute drei Sprachen fließend, spielt Klavier und absolvierte erfolgreich ein Studium an der Universität.
An einem Kongress in Montreux ein Jahr später fiel noch der Ausspruch eines anerkannten Physiologen, es sei ein Verbrechen, taub geborene Kinder mit einem CI zu versorgen. Alle die skeptischen Physiologen waren von falschen Voraussetzungen ausgegangen, nämlich der Übertragung von Beobachtungen am Auge auf das Ohr. Sie nahmen an, dass der Hörnerv und die Hörbahn beim taub geborenen Kind schon sehr bald nicht mehr zu aktivieren seien. So wie das für das Sehen zutrifft, wenn das Auge keinen Lichtreizen ausgesetzt ist. Die klinische Erfahrung und die überzeugenden Resultate haben alle diese theoretischen Überlegungen und Hypothesen widerlegt.
Weitblick bewies EL in seiner Erkenntnis, dass Cochlear Implant ein multi-disziplinäres Unterfangen darstellt. Vor allem die Bedeutung der post-operativen Betreuung, der technischen Nachsorge und der (Re)Habilitation wa r ihm voll bewusst. Er sorgte dafür, dass eine renommierte Firma die technische Nachsorge übernahm und er bereiste gemeinsam mit dem überaus engagierten Gehörlosenlehrer Bodo Bertram – „Wanderpredigern gleich“, ganz Deutschland. Galt es doch Enttäuschungen zu überwinden, da in früheren Jahren Implantate anderer Herkunft mit unzureichender Qualität ungeeigneten Kandidaten, z.B. gehörlos geborenen Teenagern eingepflanzt wurden.
Nur langsam wich die Skepsis / Reserviertheit – vor allem der Pädagogen – einer passiven Zustimmung und letztlich einem aktiven Engagement.
EL gründete das erste Cochlear Implant Centre – ein Rehabilitationszentrum für Kinder mit CI – „Wilhelm Hirte“ in Hannover, das als Vorbild für viele weitere derartige Zentren in Deutschland diente. Einmal mehr bewies er seine Geschicklichkeit in der Beschaffung finanzieller Mittel; nicht nur für den Bau der Häuser durch großzügige Spenden privater Personen und Firmen. Es gelang ihm auch, die Krankenkassen davon zu überzeugen, dass sie für die Rehabilitation der Kinder in Begleitung ihrer Mütter (manchmal, eher selten auch der Väter) für insgesamt 12 Wochen bezahlen.
Vielleicht kann man es Einfühlsamkeit nennen, wenn man an seinen Appell an seine Kollegen – Operateure denkt, ihrem ärztlichen Grundsatz gemäß „nihil nocere“ nun den Respekt vor der Cochlea nicht ganz zu verlieren. Er wies auf die Wichtigkeit des Erhalts der delikaten Strukturen des Innenohres hin – schon zu einem Zeitpunkt, da fast nur „vollkommen“ taube Kinder implantiert wurden. Das sollte mit der Erweiterung der Indikation auf sogenannte „resthörige“ Kandidaten zunehmend wichtiger werden. Die von ihm beschriebene „Soft Surgery“ (1993) ist heute von größerer Bedeutung als vor 20 Jahren.
Eine weitere Entwicklung – die Kombination von akustischer Verstärkung im Tieftonbereich und elektrischer Stimulation in den hohen Frequenzen – hat EL ebenfalls vorausgesehen. Anschaulich beschrieb er dies unter anderem in seinem Vortrag anlässlich der Verleihung einer seiner Ehrendoktorwürden am 14.12. 2000 in Posen. Er spricht von einem bimodal arbeitenden Gerät und betont, dass für dessen Einsatz die Soft Surgery eine „Conditio sine qua non“ sei. Damals konnte er vielleicht noch nicht ahnen, wie schnell sich das Konzept der bimodalen Versorgung durchsetzen sollte. Lange wurde auch von angesehenen Fachleuten behauptet, dass es Trägern von einem CI auf einem Ohr und einem Hörgerät auf einem anderen Ohr nicht möglich sein wird, diese beiden „Inputs“ im Gehirn zu verarbeiten. Wieder einmal sollten diese Hypothesen in der Praxis widerlegt werden. Wir kennen zahllose erfolgreich bimodal versorgte CI / HG Träger.

Die Entwicklung des Kombinationsgerätes, das auf einer Seite getragen werden kann, ist ein weiterer, signifikanter Fortschritt.

In seinem Festvortrag am 1. November 2002, anlässlich der Verleihung der zweiten Ehrendoktor-würde definierte EL den Unterschied zwischen Arzt und Ingenieur recht zutreffend:
„Dem Ingenieur ist vieles oder gar alles möglich, aber nur irgendwann, kaum jemals sofort. In der praktischen Anwendung bleibt vieles dem Arzt unmöglich, was er aber tun kann,  das kann und muss er eventuell sofort verwirklichen“.

EL schätze die Ingenieure sehr, er arbeitete eng mit ihnen nicht nur in Deutschland sondern auch in Australien über viele, viele Jahre zusammen.

Seine Überzeugung, dass mit der CI Versorgung Kindern der Weg in die hörende Welt gebahnt werden kann, trug er in die Welt und wurde dabei von seiner Frau Monika – die beruflich auch intensiv mit dem Thema CI befasst war und noch immer ist, die mit ihm die Prof. Ernst Lehnhardt-Stiftung im Jahre seiner Emeritierung 1993 gründete, begleitet. Die Reisen führten in eine Reihe westeuropäischer  aber auch in viele Zentral- und osteuropäische Länder, von der Tschechei und Slowakei, über Polen, Litauen, Lettland und Estland bis Russland, wo EL oft die ersten CI Operationen durchführte. Dabei entstanden Freundschaften, die über seinen Tod hinaus halten.

In seinem Festvortrag in Posen Im Jahre 2000 zitierte EL, der großen Wert auf die Unterscheidung zwischen den Begriffen „Arzt“ und „Mediziner“ legte,  Gottfried Wilhelm Leibniz: „Zum wahrhaft ärztlichen Handeln bedarf es auch der Fähigkeit eines theoriegeleiteten Erkennens und Entscheidens im Sinne des jeweiligen Patienten“.

Die Entwicklung des Cochlear Implants schreitet weiter zügig voran. Die Vision von Jay Rubenstein (2004) hat noch 10 Jahre Zeit sich zu bewahrheiten:
„In 20 years an implant will be the treatment of choice for anyone with a Hearing Loss greater than 50dB“.

Dr. Dr. h.c. Monika Lehnhardt                                         August 2014

Die Ernst Lehnhardt Stiftung unterstützt weiterhin CI Patienten in der Ukraine

In Zusammenarbeit mit deutschen Reha-Zentren und Kliniken, gelang es der  Ernst Lehnhardt Stiftung erneut, einem tauben Patienten zu helfen. Die im Krisengebiet östliche Urkraine lebende Familie  Dikov  brauchte dringend Ersatz für den Esprit 3G Processor. Dr. Monika Lehnhardt konnte ein neueres Modell – Freedom – von einer deutschen Familie an Viktor  übergeben.

Nachfolgend lesen Sie den Brief der Familie Dikov (ins Deutsche übersetzt), mit dem diese Ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen wollen.

 

dikov-300x225Sehr geehrte Frau Lehnhardt,

wir möchten uns herzlichst bei Ihnen für das Geschenk bedanken, von dem wir nur träumen konnten.
Nach einer Krankheit verlor unser Sohn Viktor mit 2 Jahren das Gehör. Seit er 3 Jahre alt wurde, fingen wir an, ihn nach Kiev zur Untersuchung und Therapiestunden zu bringen. Dank unseren konsequenten Bemühungen und dem Durchhaltevermögen durchschritten wir diesen langen und schweren Weg von den ersten unverständlichen Lauten bis zur sinnerfüllten Rede. Wir wechselten einige Generationen der Hörgeräte und erreichten letztendlich das von uns gewünschte Ziel.
Jetzt ist unser Sohn 19 Jahre alt. Er ist Student und lernt zu gleichen Bedingungen wie normalhörende Kinder. Er entwickelt sich vollständig als Persönlichkeit, kommuniziert mit seinen Altersgenossen, seine gesprochene Rede ist gut entwickelt.
Im Februar 2010 wurde Viktor mit dem Cochlear Implant Nucleus 24 im Institut für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (Kiev) versorgt. Zur Zeit benutzt er den Sprachprozessor Esprit 3G.
Leider konnten wir uns einen moderneren Sprachprozessor nicht leisten.
Aber dank Ihnen bekommt unser Sohn jetzt mit dem neuen Sprachprozessor Freedom verbesserte Möglichkeiten zur Wahrnehmung und weiteren allseitigen Entwicklung.
Vielen Dank, liebe Frau Lehnhardt, für Ihre Sorge um ein Ihnen unbekanntes Kind aus der fernen Ukraine. Wir wünschen Ihnen Gesundheit für lange Jahre, Frieden und Wohl Ihnen und Ihrem Zuhause! Gott behüte Sie und schütze vor Ärger und Unglück! Gott belohne Sie für Ihre Warmherzigkeit und Fürsorge!

С уважением, семья Диковых.

PORA! – Wissens- und Erfahrungsaustausch im Internet

grenzenlos – ohne sprachliche Barrieren!

Die immer schnellere Entwicklung neuer und besserer Hörhilfen (Hörgeräte, Mittelohrimplantate, Knochenleitungsgeräte und Cochlear Implantate) erlaubt die aussichtsreiche Versorgung einer stetig ansteigenden Zahl von Kindern und Erwachsenen. Sie erfordert aber auch, dass die für eine professionelle Auswahl und Anpassung der Geräte, sowie die nachfolgende (Re)Habilitation Verantwortlichen auf dem neuesten Stand der Technik und Methodik sind. Die Anforderungen an die Fachleute steigen aber auch mit den immer häufiger werdenden selbstbewussten und „aufgeklärten“ Kandidaten und Eltern. Sie holen sich Informationen aus dem Internet, stellen kritische Fragen und wollen an dem Entscheidungsprozess aktiv beteiligt sein.

Für viele Ärzte, Audiologen und Therapeuten verschiedenster Disziplinen ist es schwierig, sich konstant auf dem letzten Stand der Entwicklungen zu halten. Dies gilt weltweit, besonders aber für einige Länder Osteuropas und für russischsprachige Länder der ehemaligen Sowjetunion.

Bereits im Jahre 2009 ergriff die Professor Ernst Lehnhardt-Stiftung mit der Einführung von PORA! („es ist an der Zeit“!) die Initiative. Seither treffen sich Experten und Eltern regelmäßig, ca. 20 Mal im Jahr, Online, in einem Raum im Internet.

Unter dem Motto „Meet the Global Expert“ kommen ausgezeichnete Vortragende aus Australien, USA, Canada, United Kingdom, Deutschland, Belgien, Polen, Russland und der Ukraine und präsentieren zu Themen aus der Medizin, Technik und Re(Habilitation). Diese treffen wir dann jeweils zwei Wochen später zu einer „Forum Diskussion“.

Die Teilnehmer – Fachleute sowie Eltern – kommen aus Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Usbekistan, Russland, Weißrussland, der Ukraine und aus einigen westlichen Ländern.

Sie können kostenlos interessante Vorträge hören, Fragen und Kommentare mündlich während des Treffens stellen oder in den Text Chat schreiben. Sie können auch asynchron, zu einem späteren Zeitpunkt, in das Weblog schreiben und eine kompetente Antwort erwarten. Sie können sich mit anderen Teilnehmern austauschen und dies ebenfalls asynchron im Weblog oder auch im LiveOnline Raum fortsetzen. Die Aufzeichnung der Präsentationen ermöglicht es allen Interessierten diese auch asynchron zu sehen und zu hören. Mit kompetenten Dolmetschern haben wir bisher englisch, deutsch und russisch miteinander gesprochen. In Zukunft soll dies auf weitere Sprachen – je nach Bedarf – ausgeweitet werden.

Über PORA haben Sie auch Zugang zu den Lehrmodulen des HICEN Projekts (Hearing Impaired Children – Elementary needs in pre-school care and education) www.hicen.eu

HICEN ist eine Initiative der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Lehnhardt Akademie aus dem Jahre 2006. Das HICEN Material besteht aus 9 Modulen von international anerkannten Autoren und ist in Englisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch und – Dank PORA! – auch in Russisch Online verfügbar

Modul 1 – Neugeborenen Hörscreening (NHS)
– Peter Böttcher und Barbara Bogner
Modul 2 – Ermittlung eines Hörverlustes und die Hörumgebung
– Barbara Bogner
Modul 3 – Frühe Versorgung mit Hörhilfen
– Andrea Bohnert
Modul 4 – Familie und psycho-pädagogische Unterstützung
– Guido Lichtert
Modul 5 – Unterstützung von Sprachentwicklung in Gruppen
– Gisela Batliner
Modul 6 – Hörgeschädigte Kinder mit Mehrfachbehinderungen
– Gottfried Diller
Modul 7 – Zweisprachigkeit bei hörgeschädigten Kindern
– Gottfried Diller
Modul 8 – Meilensteine in der Entwicklung
– Eulalia Juan-Pastor
Modul 9 – Effektive Inklusion
– Andrew Broughton

Neugierig geworden? Einfach diesen Link anklicken: www.lehnhardt-akademie.net/weblog/ und am nächsten Seminar teilnehmen.

Dr. Dr. h.c. Monika Lehnhardt

Prof. Dr. Zdenek Kabelka passed away

ZDENEK KABELKAIt is with deep regret to announce that Prof. Dr. Zdenek Kabelka passed away on March 22nd 2014 in his 62nd year of life. All who knew this wonderful man, warm-hearted doctor and brilliant ENT surgeon are in deep shock. Zdenek Kabelka helped hundreds of deaf children by providing them with a Cochlear Implant and he supported their families by patiently listening to their concerns and expectations and by carefully counseling them. He was a pupil of Prof. Dr. Ernst Lehnhardt, whom he admired and he in turn thought very highly of Zdenek. We will keep him in remembrance and in our hearts.