Profil Julia Disson

Dr . Julia Disson, geboren 1983 in Moskau, studierte Geschichte und Fremdsprachen an der Moskauer Staatlichen Universität (MGU) und am Collège Universitaire français de Moscou. 2008 verteidigte sie ihre Doktorarbeit an der MGU, die sich mit Eliteausbildung im Russland des 19. Jahrhunderts beschäftigt. Von 2004 bis 2016 unterrichtete sie Englisch und Französisch an verschiedenen Moskauer Bildungseinrichtungen und war zuletzt als Fremdsprachedozentin an der Russischen Akademie für Volkswirtschaft und Öffentlichen Dienst (RANCHiGS). Seit 2017 lebt sie mit ihrer Familie in Österreich und ist nebenbei als Lehrerin für Englisch, Französisch und Russisch tätig.

Dolmetscherin” in “PORA” LiveOnline Webinars

Einen Turban für Rafayel

Sie sehen alle so nach der OP aus, mit einem weißen Turban versehen. Diese OP war lange herbeigesehnt und durch die besonderen Umstände  in der Coronakrise nicht einfach zu organisieren. Es mußten die finanziellen Mittel besorgt werden,  die aus einer großzügigen Spende der deutschen Hilfsorganisation “Ein Herz für Kinder” stammte und einer Spendenaktion auf Facebook, die fast ausschließlich von armenischen Landsleuten getragen wurde.

Denn Rafayel ist Armenier aus Eriwan, wird am 7.November 2020 vier Jahre alt und kann mittlerweile hören.
Es war nicht einfach, einen Flug nach Deutschland zu bekommen, man mußte sich kurzfristig entscheiden, und auch die Erteilung des Visums war durch die Coronaauflagen nicht wie sonst. Dazu kam die permanente Abstimmung mit der Klinik wegen des OP Termins.

Aber es klappte schließlich und nach Durchlaufen der geforderten Quarantänezeit bei Ankunft in Deutschland wurde die OP am 22.9.2020 durch den Chefarzt der HNO Abteilung. Prof. Tino Just, im KMG Klinikum Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich durchgeführt.
Als Rafayel aus der Narkose aufwachte, trug auch er einen weißen Turban. Den war er eine Woche später bereits wieder los, denn am 29.September wurde die erste Anpassung vorgenommen, ein emotionales Erlebnis für alle Beteiligten, besonders für die Eltern natürlich. Rafayel hingegen nahm es ziemlich gelassen, horchte in sich hinein, als die Tests durchgeführt wurden.und zeigte gefasste Reaktionen.
Erst als er mit seinen Eltern das Krankenhaus verlassen durfte, merkte man ihm die Freude und Erleichterung an und dann war Rafayel nicht mehr der coole Junge, sondern nur noch ein glückliches fast vier Jahre altes Kind, dem das Hören geschenkt wurde.

Klaus Gollnick, Vorstandsmitglied der Lehnhardt Stiftung

Sophie hat es geschafft

Es ist immer ein Abenteuer, einem gehörlosen Kind zu einem Hörimplantat zu verhelfen und dann zu erleben, wie dieses Kind zum ersten Mal auf die Stimme seiner Mutter reagiert. In Coronazeiten ist es ein ziemlich langer Weg bis zu diesem Moment, besonders, wenn das Kind  aus dem Ausland nach Deutschland kommt.

Sophie ist vier Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter in Nairobi,Kenia. Sie kamen am 25.09.2020  in Frankfürt an, durchliefen die Quarantäneauflagen, bis Sophie endlich am 6. Oktober im KMG Klinikum Güstrow im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich mit einem Hörimplantat versorgt wurde.
Der Chefarzt der HNO Abteilung, Prof. Just,  unternahm die Operation, es lief alles ohne Komplikationen und vergessen waren all die vorhergegangenen Anstrengungen, die finanziellen Mittel zu besorgen, der Kampf um das Visum, alle erforderlichen offiziellen Dokumente rechtzeitig und vollständig zu erhalten, die Mühe, eine der wenigen Flugmöglichkeiten zu erwischen und die Kontrolltests ohne Beanstandungen zu absolvieren.
Sophie überstand die Operation sehr gut und war erstaunlich schnell wieder auf den Beinen.
Bei der Erstanpassung am 12.10.2020 zeigte sie gute Reaktionen auf die Stimulation der Hörreize und als ihre Mutter sie direkt ansprach, wurde es sehr emotional.
Solche Momente miterleben zu können, ist der erhofte Abschluß unserer Bemühungen und für Sophie der Beginn einer wunderbaren Reise in die Welt der Töne.

Klaus Gollnick, Vorstandsmitglied der Lehnhardt Stiftung

Rasenmäher hat den Sprachprozessor gekaut

Ein junger Mann aus St.-Petersburg, der sein Gehör langsam verlor und erst im Alter von 16 Jahren ein Cochlear Implantat erhielt, wandte sich an uns, die Lehnhardt Stiftung.
Ein Mal erledigte er seine Gartenarbeit – mähte das Gras. Aufgrund des zu lauten Geräusches vom Rasenmäher steckte er das Gerät zur sicheren Aufbewahrung in seine Hosentasche. Und hatte leider (!) jedoch nicht bemerkt, wie der Prozessor herausfiel und vom Rasenmäher beschädigt wurde. Dies ist natürlich kein Garantiefall, die Familie hat keine Möglichkeit, einen neuen Sprachprozessor zu kaufen, so wandte sie sich an uns.

Dank der Zusammenarbeit mit dem Cochlea-Implantat-Zentrum in Friedberg, erhielten wir einen gebrauchten Sprachprozessor, der von den Audiologen des Zentrums getestet wurde und nach Überwindung der schwierigen Reise von Deutschland mit dem Auto nach Moskau in die Hände dieses jungen Mannes fiel. Jetzt kann er wieder hören und lernen!

Vielen Dank an alle, die an diesem kleinen, aber SEHR wichtigen Projekt teilgenommen haben!

 

 

 

 

 

Projektkoordinatorin, Liubov Wolowik

Für Vladimir eröffnet sich eine neue Welt

Mit großer Freude können wir Ihnen mitteilen, dass sich für Vladimir – endlich – das Tor in die Welt der Töne geöffnet hat! Im letzten Moment wurde der Flug von Moskau nach Berlin abgesagt, da entschied sich Anastasiya, die Mama von Vladimir, die Reise mit dem Auto anzutreten: von Moskau nach Halberstadt, ein Weg von 2100 km durch Weißrussland und Polen.

Am 6. August wurde die Cochlear Implantation in der AMEOS Klinik in Halberstadt durchgeführt.

Der erfahrene Chirurg Dr. J.Langer hat das Mögliche und auch das Unmögliche geschafft, ungeachtet der anatomischen Besonderheiten des Mittel- und Innenohres. Die Operation gestaltete sich sehr schwierig, aber endete erfolgreich. Bei den intra-operativen Messungen gab das Implantat auf allen Elektroden Antworten. Für Anastasiya war das die aufregendste von allen Operationen (für Vladimir war es schon die neunte!).

Am 4. Tag nach der Operation wurde in der Klinik die Erstanpassung des Sprachprozessors vorgenommen und Vladimir zeigte klare Reaktionen auf die Töne. Jetzt sind wir davon überzeugt: Alles wird gut! Die weiteren Anpassungen und die Rehabilitation mit einem Sprachtherapeuten werden in Moskau geschehen, die Eltern sind auf eine langfristige Hör-Rehabilitation vorbereitet.

Wir wollen allen, die an diesem Projekt „Hilfe für Vladimir“ teilgenommen haben, unseren Dank aussprechen. Es haben zwei Wohltätigkeitsorganisationen aus Deutschland und Russland beigetragen, individuelle Sponsoren, das Team der Klinik unter der Leitung von Dr. J.Langer in Halberstadt, das Team unter der Leitung von Prof. T.Just in Güstrow und das Team der Lehnhardt Stiftung.

Bald schon wird Vladimir Ihnen „DANKE“ sagen können!

 

Bald wird die Tür offen

Trotz der Tatsache, dass Touristen immer noch nicht von Russland nach Deutschland fliegen dürfen – für besondere Fälle wie den kleinen Vladimir, hat sich schließlich eine Gelegenheit ergeben.
Für Volodya ist am 5. August in der AMEOS-Klinik in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) die Cochlear Implant Operation geplant. Warum plötzlich Halberstadt? Leider verfügt die Klinik in Güstrow nicht über alle notwendigen Einrichtungen, um eine mögliche Notfallversorgung im Hinblick auf die anderen Diagnosen des Kindes zu gewährleisten. Daher wurde in einem Konsilium  beschlossen, die Operation in einer anderen Klinik durchzuführen.

Dank der gemeinsamen Bemühungen der Lehnhardt Stiftung, Frau Dr. Lehnhardt-Goriany, der  Klinik in Güstrow, Prof.Just,  und Dr. Langer von der Klinik in Halberstadt wurde es möglich, die Cochlea-Implantation in Kürze in der Ameos-Klinik durchzuführen.
Wir freuen uns auf diesen wichtigen Tag für Volodya und seine Familie. Auch ein kleiner Stoff- Koala mit zwei Implantaten freut sich, Volodya bei der ersten Anpassung  endlich zu treffen und sein Freund zu werden.

Projektkoordinator der Lehnhardt Stiftung
Liubov Wolowik

 

 

Upgrade von altem Sprachprozessor

Einladung an Eltern von Kindern mit einem alten Sprachprozessor

Die Initiative, um sie bei Problemen mit dem Freedom/Esprit, Tempo, Harmony zu beraten und mit einem günstigen Upgrade zu helfen, wird fortgesetzt. Durch eine Spende haben wir gebrauchte Sprachprozessoren, die von Audiologen geprüft sind. Wir sorgen dafür, dass sie an ein bedürftiges Kind kommen, sei es in Armenien, Georgien, Belarus, Kyrgyzstan oder in der Ukraine.

Melden sie bitte rasch Ihr Interesse im Kommentarfeld unter dieser Einladung an. Beschreiben sie bitte auch ihre Situation und Probleme. Wir kontaktieren Sie dann zum weiteren Vorgehen.

Sie erhalten auch eine Einladung zu persönlichen Gesprächen mit Dr.Monika Lehnhardt und Team  im Live Online Raum

Dr. Monika Lehnhardt Vorsitzende Lehnhardt Stiftung

Curriculum Vitae Dr. Dr. h.c. Monika Lehnhardt

Monika Lehnhardt-Goriany wurde in Wien geboren und promovierte dort an der Alma Mater Rudolfina Universität. Sie erhielt ihren Doktortitel nach dem Studium der Philologie, Psychologie und Philosophie. Sie hatte unterschiedliche Positionen in namhaften Firmen wie Schering (Berlin), Monsanto (Düsseldorf und Brüssel), Pharmacia (Freiburg) und sie gründete die Firma Cochlear Europe in Basel im Jahre 1987.
Von 1987 bis 1999 leitete sie die Firma als Chief Executive Officer. Während dieses Zeitraums wuchs die Firma von 2 auf 70 Angestellte. Weitere Büros wurden in London und Hannover etabliert.
1999 schied sie aus der Position des CEO aus und übernahm Management Aufgaben zur weiteren Geschäfts- und Kundenentwicklung. In dieser Zeit übte sie eine sehr intensive Reisetätigkeit in ganz Europa, in den USA und Australien aus.
2004 bis 2008 konzentrierte sie ihre Aktivitäten auf die Länder Zentral- und Osteuropas, vom Baltikum bis Russland, Ukraine und Kasachstan.
Bis heute hält sie Vorträge an wissenschaftlichen Kongressen und organisiert Konferenzen für Fachleute und Eltern von Kindern mit Cochlear Implantat.
Sie hat eine Reihe von Publikationen auf dem Gebiet des Cochlear Implantats vorzuweisen (technische, audiologische und Aspekte zur Rehabilitation).
Seit 2002 ist sie Vorsitzende des Vorstands  der Lehnhardt Stiftung, die sie 1994 gemeinsam mit Prof. Ernst Lehnhardt gründete (www.lehnhardt-stiftung.org).

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Liza is getting access to better hearing – despite the Coronapandemic

This article was published in the EURO-CIU newsletter in June 2020

Regardless of the exceptionally challenging circumstances, caused by the Coronapandemic, which also affected CI recipients and candidates all over the world, wecould help Lize in the Ukraine to get her CI within a rather short time.We “met” Liza ́s mother Jana 5 months ago “Online“ and she convinced us about theurgency to support her daughter to get access to better hearing: Liza does not onlysuffer from bilateral severe hearing loss, she is also nearly blind.We collected all the necessary documents (medical / audiological / CT, MRT and adescription of the financial situation of the family as well as the social environment),translated and submitted them to potential sponsors in Germany. One of them reactedwithin 6 weeks and we received a generous donation. The family had raised funds inthe meantime as well and we approached the company Otcion Medical to provide theCI system at a price we could afford.We were asked to contact their distributor in the Ukraine, company Avrora in Kiev andvery soon we had two constructive Online conversations with the founder of Avrora,Yuri Sokolov, who lives in Canada now, and Oleksandr Radchenko, the director ofAvrora in Kiev.An agreement was reached and on May 21 Jana and her daughters met withOleksandr Radchenko, Tatjana Bogdanovic and Yaroslav Taranovskij to receive theirCI for Liza.The other great news is that Prof. Borys Mironjuk, one of the very experienced surgeons in the Ukraine, has already performed the surgery on May 26. As Liza wasborn on 25 May 2017, it was a nice birthday present for her – delayed only by a day!Sessions for the first fitting with Denis Litun and (re)habilitation with Svitlana Zayjka arescheduled.We hope you agree with us, that this is a wonderful example of what can be achievedunder very difficult circumstances provided all parties involved really want it.

Dr. Dr. h.c. Monika Lehnhardt-GorianyLehnhardt Stiftung

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Мой мальчик уверенно говорит такое долгожданное “Мама”

Я, Савицкая Ирина, мне 35 лет и я мама троих детей. Хочу поделиться с Вами своей маленькой историей жизни но Большими успехами…

Мой средний сыночек Савицький Артур “особенный” мальчик, так получилось что он тотально не зрячий и с третьей степенью тугохоухости-обычными понятными всем словами, это слепо-глухой ребёнок!
Узнав о диагноз сына, я как и любая мама пришла в ужас и под далась панике… “как?…”почему именно мой сын??… – всё время слышала эти вопросы у себя в голове…Скажу честно, очень тяжело принять и понять этот факт… Но суть не в этом…
Артуру было проведено кучу обследование, операций на глазах… – и всё… – окончательный диагноз :” темнота”….
Но не видеть и не слышать… КАК? КАК ЖИТЬ?! ЧТО ДЕЛАТЬ?…

Слава Богу что к этому времени у нас в Украине уже появились “чудо ушки” – Кохлеарные импланты…. и вот виден свет в конце туннеля… Но к нему было ещё далеко… как потом оказалось…. И тогда мы поняли что для ребёнка который не видит, необходимо такое ушко. Цена вопроса очень высока и обычной маме это было не под силу. Беготня поразным инстанциям, мериям, фондам… Не приносила результатов…

Слава Богу на моем жизненном пути встретилась Людмила Сворень, она и познакомила меня с Любовь Воловик и Monika Lehnhardt. Эти великолепные, добрые, заботливые, ответственные, замечательные люди сделали невозможное, и не хватит слов благодарности во всем мире что б я могла их отблагодарить!!!
Я постоянно помню о них, я ежедневно мысленно говорю им СПАСИБО!!!
Сейчас мы с двумя ушками, и хоть прошло слишком мало времени, но мой мальчик уверенно говорит такое долгожданное “Мама”, он злится когда спадает имплант, он хочет слышать, он хочет полноценно жить!!!
В завершении своей истории, положат руку на сердце скажу: Мамы, не бойтесь, не стесняйтесь, боритесь за то что реально нужно Вашим деткам!
Поверьте,есть люди которые протянуть руку помощи!

Фонд  один из немногих, который действительно помогает, заботится, переживает… Там работают люди с огромными Сердцыми!
СПАСИБО ВАМ БОЛЬШОЕ ЗА ТО ЧТО ВЫ ЕСТЬ!!!