Ende gut, alles gut

Wie schwierig es ist, ein Kind in Coronazeiten mit einem CI System zu versorgen, kann man sich sicherlich vorstellen. Wenn aber Mutter und Tochter bei dem entscheidenen Covid 19 Test, der für das Betreten der Klinik erforderlich ist, beide positiv getestet werden, greift der gesamte Sicherheitsmechanismus der Coronaauflagen und wirft alle vorgesehenen Termine
für Vorbereitungen und OP total durcheinander. Das passierte der fünfjährigen Lika und ihrer Mutter, die aus Eriwan nach Deutschland gekommen waren, um die kleine Lika im KMG Klinikum in Güstrow durch den Chefarzt der HNO Abteilung, Prof. Tino Just, mit einem CI System versorgen zu lassen. .
Ein derartiges Problem war nicht erwartet, denn sowohl der vor Abflug aus Eriwan gemachte Test als auch der bei Ankunft in Berlin war negativ. Jetzt aber schaltete sich das zuständige
Gesundheitsamt ein, verfügte über zwei Wochen Quarantänezeit und ließ den geplanten OP Termin platzen. Während ein neuer Termin gesucht wurde, sorgten sich alle darum, dass Lika
ihr Implantat noch innerhalb der gewährten Aufenthaltsdauer in Deutschland bekommen konnte.
Am 23. Oktober wurde ein neuer Test angeordnet, der für Lika negativ beschieden, für ihre Mutter aber weiterhin positiv bestätigt wurde. Das bedeutete, Lika durfte zur OP ins
Klinikum, ihre Mutter aber nicht. Das war eine harte Entscheidung und es wurde nach einer verträglichen Lösung gesucht.
Glücklicherweise war Frau Lilit Abrahamyan, Repräsentantin der Lehnhardt Stiftung in Armenien, die zur Unterstützung bei diesem ersten Auslandsaufenthalt Mutter und Kind
begleitete, negativ getestet worden und erklärte sich bereit, die kleine Lika am 28.. Oktober in die Klinik zu begleiten. Sie war für sie da bei allen Voruntersuchungen und auch, als Lika
nach der OP am 29. Oktober aus der Narkose erwachte. Das war eine große Hilfe.. Darüber hinaus wurde der kleinen Patientin der Aufenhalt so angenehm wie möglich gestaltet und als
ein junger Auszubildener sich auch noch um sie kümmerte, fühlte sie sich sichtbar wohl. Bereits am folgenden Montag, dem 2. November wurde die erste Anpassung erfolgreich
durchgeführt, Lika konnte danach das Krankenhaus verlassen und ihre Mutter sie endlich wieder in die Arme schließen. Das war ein großer Moment.
Schon am nächsten Tag machten sich Mutter und Tochter auf den Heimweg, gerade noch rechtzeitig vor Ablauf des Visums.
Alle waren sehr erleichtert und froh, dass, obwohl die Coronakrise diese CI Versorgung überschattet hatte, am Ende alles gut verlaufen war und Lika ihre lang ersehnte Reise in die
Welt des Hörens und Sprechens antreten konnte.

Mutter und Tochter wieder vereint
Mutter und Tochter wieder vereint
Lika mit Fan
Lika mit Fan

Klaus Gollnick, Vorstandsmitglied der Lehnhardt Stiftung

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