Kongress Yerewan - Fortschritte bei Cochlea-Implantaten und Hörrehabilitation: Bericht vom ersten Kongress in Armenien
Veröffentlicht von Aleksandr Wolowik in Veranstaltungen Symposium · Sonntag 11 Jan 2026 · 2:15
Tags: Armenien
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Cochlea-Implantate in Armenien: Internationaler Kongress zur Hörrehabilitation in Jerewan 2025
Fortschritte bei Cochlea-Implantaten und Hörrehabilitation: Bericht vom ersten Kongress in Armenien
Internationaler Austausch zur Verbesserung der Cochlea-Implantat-Versorgung in Armenien
Vom 28. bis 30. November 2025 reiste Dr. Monika Lehnhardt-Goriany auf Einladung von Assoc. Prof. Dr. Vigen Bakhshinyan nach Jerewan, Armenien. Der Besuch fiel zeitlich zusammen mit dem Ersten Kongress der Armenischen Gesellschaft für Hörrehabilitation sowie der persönlichen Feier zum 50. Geburtstag von Dr. Bakhshinyan. Der Kongress versammelte internationale Experten, die sich für eine bessere Versorgung von Kindern und Erwachsenen mit Hörverlust und Taubheit einsetzen.
Mit rund 150 Teilnehmern zeigte der Kongress das große Interesse an modernen Methoden der Hörrehabilitation und Cochlea-Implantaten. Die Vorträge fanden auf Armenisch, Russisch und Englisch statt und wurden simultan übersetzt, um allen Teilnehmern einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen.
Schwerpunkte: Cochlea-Implantation, frühe Diagnose und zukünftige Entwicklungen
Hochkarätige wissenschaftliche Beiträge beleuchteten aktuelle Fortschritte in der Cochlea-Implantation und Audiologie. Themen reichten vom universellen Neugeborenen-Hörscreening über Neuroplastizität bis hin zu globalen Initiativen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). International bekannte Referenten teilten Erkenntnisse zu modernen Versorgungsstandards für Menschen mit Hörverlust oder Taubheit – mit Fokus auf frühe Diagnose, interdisziplinäre Zusammenarbeit und langfristige Rehabilitation nach Cochlea-Implantat.
Dr. Monika Lehnhardt-Goriany hielt einen Vortrag mit dem Titel „Highlights in der Geschichte der Cochlea-Implantation“. Sie verdeutlichte, wie die Cochlea-Implantat-Technologie in den letzten Jahrzehnten Leben verändert hat und sich weiterentwickelt. Besonders hervorgehoben wurden nachhaltige Rehabilitationssysteme und der Zugang zu moderner Technik, einschließlich Upgrades von Soundprozessoren.
Stärkung der Zusammenarbeit für nachhaltige Cochlea-Implantat-Versorgung
Ein zentrales Ergebnis des Kongresses war die Unterzeichnung eines Kooperationsmemorandums zwischen den Fachverbänden. Dies unterstreicht das Engagement für internationale Zusammenarbeit. Zudem wurden Pläne zur Modernisierung der Neugeborenen-Hörscreening-Programme angekündigt, um Hörverluste frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig mit Cochlea-Implantaten oder anderen Maßnahmen zu intervenieren.
Neben dem Kongress fanden zahlreiche Expertenrunden statt, die sich mit Rehabilitationskonzepten, familienzentrierter Unterstützung und Ausbildung von Fachkräften beschäftigten. Besonderer Schwerpunkt lag auf der Stärkung von Eltern und Therapeuten – vor allem in ländlichen Regionen – sowie auf strukturierten Programmen für Familien von Kindern mit Cochlea-Implantat.
Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Zukunft der Hörrehabilitation mit Cochlea-Implantaten
Der Aufenthalt in Jerewan unterstrich das große Potenzial für weitere Kooperationen in den Bereichen Audiologie, Rehabilitation und Bildung. Durch die Kombination aus medizinischer Expertise, moderner Cochlea-Implantat-Technologie und umfassenden Rehabilitationsansätzen lassen sich langfristige Verbesserungen der Lebensqualität für Menschen mit Hörverlust erzielen. Armenien ist auf einem guten Weg zur besseren Versorgung von Menschen mit Hörverlust. Wir als Lehnhardt Stiftung werden unseren Beitrag leisten.
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