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Neue Impulse für die Inklusion von Kindern mit Hörbeeinträchtigungen
Veröffentlicht von Liubov Wolowik in GIZ Hilfsprojekte · Montag 01 Dez 2025 · Lesezeit 2:00

Neue Impulse für die Inklusion von Kindern mit Hörbeeinträchtigungen

Im September absolvierte eine Gruppe von fünf Fachkräften aus Kirgisistan eine zweiwöchige
Hospitation in Deutschland, um moderne Ansätze in der Bildung und Rehabilitation von Kindern und Erwachsenen mit Hörbeeinträchtigungen kennenzulernen. Der Austausch fand im Rahmen eines Projekts der Lehnhardt Stiftung mit Unterstützung der GIZ, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit – Klinik Partnerschaften, im Programm „Entwicklung eines nachhaltigen Förderprogramms für schwerhörige und gehörlose Kinder in Kirgisistan statt.

Die erste Woche führte die Delegation an das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte (LBZH) in Osnabrück. Unter der Leitung von Katrin Stotzka erhielten die Teilnehmerinnen Einblicke in die Arbeit des Kindergartens, der Schule, des pädagogisch audiologischen Beratungszentrums, des Mobilen Dienstes in Regelschulen sowie der Hörfrühförderung für Vorschulkinder. Beobachtet wurden Unterricht, Diagnostik und individuelle Förderplanung.
Die zweite Woche fand im CIC Rhein-Main in Friedberg statt, einem spezialisierten
Rehabilitationszentrum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene nach Cochlea Implantation unter der therapeutischen Leitung von Dr. Yvonne Seebens. Ein Höhepunkt war der GeschwisterTAG, ein familienorientiertes Angebot für Kinder, deren Geschwister eine Behinderung oder eine schwere Erkrankung haben. In einem geschützten Rahmen konnten die Kinder offen über ihre Gefühle sprechen und erhielten Unterstützung durch Gleichaltrige. Dies bot wertvolle Einblicke in die psychosoziale Begleitung von Familien.
Die Teilnehmerinnen erhielten zudem umfassende Einblicke in interdisziplinäre Therapiekonzepte, Therapieplanung, Dokumentation, Qualitätsmanagement und Familienbegleitung. Ein zentraler Aspekt ist die aktive Einbindung der Eltern als wichtige Partner. Vorgestellt wurden Methoden wie die videogestützte Marte Meo Analyse, eine entwicklungsunterstützende Methode, die gelungene Interaktionen per Video sichtbar macht und stärkt, sowie hörgerichtete therapeutische Ansätze.

Beide Hospitationen vermittelten praxisnahe Erfahrungen und Empfehlungen, die für die
Weiterentwicklung der Frühförderung und inklusiven Bildung in Kirgisistan von großer Bedeutung sind. Besonders wertvoll sind die Ansätze zur Elternbeteiligung, interdisziplinären Teamarbeit und der Nutzung digitaler Werkzeuge für Planung und Dokumentation.
Die Hospitation bot den Fachkräften aus Kirgisistan nicht nur wichtige fachliche Impulse, sondern auch Inspiration für Förderangebote, die Kinder mit Hörbeeinträchtigungen und ihre Familien langfristig unterstützen. Dies ist ein zentrales Ziel des Projekts der Lehnhardt Stiftung.



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