Rasenmäher hat den Sprachprozessor gekaut

Ein junger Mann aus St.-Petersburg, der sein Gehör langsam verlor und erst im Alter von 16 Jahren ein Cochlear Implantat erhielt, wandte sich an uns, die Lehnhardt Stiftung.
Ein Mal erledigte er seine Gartenarbeit – mähte das Gras. Aufgrund des zu lauten Geräusches vom Rasenmäher steckte er das Gerät zur sicheren Aufbewahrung in seine Hosentasche. Und hatte leider (!) jedoch nicht bemerkt, wie der Prozessor herausfiel und vom Rasenmäher beschädigt wurde. Dies ist natürlich kein Garantiefall, die Familie hat keine Möglichkeit, einen neuen Sprachprozessor zu kaufen, so wandte sie sich an uns.

Dank der Zusammenarbeit mit dem Cochlea-Implantat-Zentrum in Friedberg, erhielten wir einen gebrauchten Sprachprozessor, der von den Audiologen des Zentrums getestet wurde und nach Überwindung der schwierigen Reise von Deutschland mit dem Auto nach Moskau in die Hände dieses jungen Mannes fiel. Jetzt kann er wieder hören und lernen!

Vielen Dank an alle, die an diesem kleinen, aber SEHR wichtigen Projekt teilgenommen haben!

 

 

 

 

 

Projektkoordinatorin, Liubov Wolowik

Bald wird die Tür offen

Trotz der Tatsache, dass Touristen immer noch nicht von Russland nach Deutschland fliegen dürfen – für besondere Fälle wie den kleinen Vladimir, hat sich schließlich eine Gelegenheit ergeben.
Für Volodya ist am 5. August in der AMEOS-Klinik in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) die Cochlear Implant Operation geplant. Warum plötzlich Halberstadt? Leider verfügt die Klinik in Güstrow nicht über alle notwendigen Einrichtungen, um eine mögliche Notfallversorgung im Hinblick auf die anderen Diagnosen des Kindes zu gewährleisten. Daher wurde in einem Konsilium  beschlossen, die Operation in einer anderen Klinik durchzuführen.

Dank der gemeinsamen Bemühungen der Lehnhardt Stiftung, Frau Dr. Lehnhardt-Goriany, der  Klinik in Güstrow, Prof.Just,  und Dr. Langer von der Klinik in Halberstadt wurde es möglich, die Cochlea-Implantation in Kürze in der Ameos-Klinik durchzuführen.
Wir freuen uns auf diesen wichtigen Tag für Volodya und seine Familie. Auch ein kleiner Stoff- Koala mit zwei Implantaten freut sich, Volodya bei der ersten Anpassung  endlich zu treffen und sein Freund zu werden.

Projektkoordinator der Lehnhardt Stiftung
Liubov Wolowik

 

 

Upgrade von altem Sprachprozessor

Einladung an Eltern von Kindern mit einem alten Sprachprozessor

Die Initiative, um sie bei Problemen mit dem Freedom/Esprit, Tempo, Harmony zu beraten und mit einem günstigen Upgrade zu helfen, wird fortgesetzt. Durch eine Spende haben wir gebrauchte Sprachprozessoren, die von Audiologen geprüft sind. Wir sorgen dafür, dass sie an ein bedürftiges Kind kommen, sei es in Armenien, Georgien, Belarus, Kyrgyzstan oder in der Ukraine.

Melden sie bitte rasch Ihr Interesse im Kommentarfeld unter dieser Einladung an. Beschreiben sie bitte auch ihre Situation und Probleme. Wir kontaktieren Sie dann zum weiteren Vorgehen.

Sie erhalten auch eine Einladung zu persönlichen Gesprächen mit Dr.Monika Lehnhardt und Team  im Live Online Raum

Dr. Monika Lehnhardt Vorsitzende Lehnhardt Stiftung

Geschenk zum 3.Lebensjahr: das wollen wir schaffen

Vladimir Krivobokov, geb. 21.03.2017 aus Moskau, Russland.

Der Kleine hat von Anfang an viele Diagnosen, mit denen er kämpfen mußte: Herzoperationen, Lungenentzündung,Tracheotomie und Laryngomalazie (krankhafte Erweichung des Kehlkopfes durch unzureichenden Kalziumeinbau in das Larynxskelett) und jetzt noch bilaterale sensorineurale Taubheit. Sein Hörnerv auf der rechten Seite ist zu dünn, aber eine Operation ist in Russland leider nicht möglich.
Glücklicherweise ist Vladimir bei seinen anderen Krankheiten mittlerweile gut rehabilitiert. Er kann nicht nur selbstständig atmen, sondern auch essen, und läuft gerne, imitiert Bewegungen, kommuniziert lebhaft mit anderen Kindern und Erwachsenen.
Wegen seiner Taubheit bekommt er regelmäßige Sprachtherapie und trägt zwei Hörgeräte, damit sein Gehirn etwas mitbekommt und nicht "vergisst", wie es Töne und Geräusche verarbeitet soll.
Die Surdopädagogen, die ihn betreuen, sind überzeugt, dass er mit einem CI System große Fortschritte machen wird. Die Eltern und 2 große Schwestern warten sehnsüchtig auf seine ersten Wörter und da kann die Versorgung mit einem Cochlear Implantat helfen.
Aber für die Versorgung benötigt die Familie finanzielle Unterstützung. Die benötigte Summe besteht aus 2 Teilen: Die Kosten für das CI System und für die OP Kosten.
Wir haben bereits eine Zusage von der Organisation "Ein Herz für Kinder" und die Familie hat Geld in Russland gesammelt. Das reicht jetzt für das CI System, aber es fehlt noch das Geld für die Krankenhauskosten einschließlich OP, die im KMG Klinikum in Güstrow bei Prof.Just geplant ist.

Das Angebot vom Klinikum finden Sie hier.

Vladimir und seine Familie wären sehr dankbar, wenn Sie mithelfen würden!

 

Wichtige Fakten zur Lehnhardt Stiftung


Die Lehnhardt Stiftung wurde von Ernst und Monika Lehnhardt im Jahre 1994 gemeinsam gegründet. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Lehnhardt (1924 – 2011) hat 1988 als erster HNO Arzt ein taub geborenes, nur 1 1⁄2 Jahre altes Kleinkind mit einem Cochlear Implant versorgt.

Dr. Dr. h.c. Monika Lehnhardt-Goriany etablierte die Firma Cochlear Europe in der Schweiz im Jahre 1987, leitete diese als CEO bis 1999 und konzentrierte ihre Aktivitäten seither auf alle Länder Zentral- und Ost-europas.

Der Zweck der Stiftung ist die Förderung der Früherkennung, Früherfassung und Nachsorge einer möglichen Hörstörung, insbesondere nach Cochlear Implantation. Die Aufklärungsarbeit richtet sich an Ärzte, Therapeuten, Politiker, Medien und vor allen an die Eltern.
Taubheit ist die häufigste sensorische Beeinträchtigung bei Neugeborenen, 1 von 1.000 ist davon betroffen. Daher ist das neonatale Hörscreening ein Muss.
Frühzeitige Erfassung, Erkennung und Intervention sind eine notwendige Voraussetzung für die Erzielung bestmöglicher Resultate: die gelungene Integration tauber Kinder in die hörende Welt.

Zu den wichtigsten Projekten der Lehnhardt Stiftung zählen:

    • 1991 die Gründung des ersten Cochlear Implant Centrums in Hannover, wo bis heute Eltern mit Kindern mit CI beraten werden. Heute gibt es 15 derartige (Re)Habilitationszentren in Deutschland.
    • Aktiv und finanziell unterstützte die Stiftung auch die Gründung eines CIC in Poznan, Polen.
    • Förderung der Gründung der österreichischen, der deutschen und der europäischen Cochlear Implant-Gesellschaften (1995).
    • Unterstützung der Einführung des neonatalen Hörscreenings in Deutschland mit der Kampagne „Mammi schau mal… ob ich hören kann“.
    • Gründung der Lehnhardt Academy 2002 mit dem Ziel, die begleitende Integration zu fördern.
    • Gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Prag, Warschau und Pamplona wurde das QUESWHIC (Qualification of Educational Staff, Working with Hearing Impaired Children) Lehrprogramm entwickelt, gefördert durch die EU im Rahmen des Comenius Programms (2002 – 2005).
    • Die Trainingsmodule sind im Internet zugänglich. Das Folgeprojekt HICEN (Hearing Impaired Children and heir Educational Needs) wurde mit Partnern aus UK, Belgien, Spanien und Deutschland erarbeitet. Es ist ebenfalls im Internet zugänglich.
    • 2009 ist das Jahr, in dem die Lehnhardt Sitftung digital auftritt, indem eine Plattform für Online Seminare für russisch-sprachige Therapeuten und Eltern – PORA – etabliert wird. Seit nunmehr 10 Jahren bieten wir regelmäßig zwei Mal im Monat Präsentationen und Forum-Diskussionen LiveOnline an.
    • Seit 2000 unterstützen wir taube, bedürftige Kinder bei der Aufbringung finanzieller Mittel und der Suche nach einem geeigneten Chirurgen / CI Zentrum. Unser erster Schützling – ein Waisenkind aus Lettland – lebt heute in einer Familie in Washington. Bis heute konnten wir mehr als 200 Kindern den Weg aus der Stille ebnen, sie kommen vorwiegend aus der Ukraine, aus Kyrgyzstan, aber auch aus Armenien, Estland, Litauen, Lettland, Moldavien, Rumänien, Russland, Uzbekistan, Turkmenistan, Bangladesh, Ghana und Uganda.
    • 2011 lancierten wir eine sehr erfolgreiche Spendenaktion für gebrauchte Sprachprozessoren. Damit verhalfen wir CI Trägern zu einem neueren Modell des externen Teils des CI Systems, das durch täglichen Gebrauch auch Gegenstand der Abnutzung ist und somit nach einigen Jahren nicht mehr oder nur teilweise funktionstüchtig ist. Ein Rückfall in die Taubheit ist für die Kinder mit CI ebenso wie für die Familienangehörigen höchst traumatisch.
    • Seit 2014 ist Kyrgyzstan in unseren Focus gerückt.
Eine neue Initiative starteten wir Ende 2018: Grant Funding.
Wir reichten zwei Projekte („Klinik Partnerschaften – spezifisch für CI“ und
„Early Intervention“) beim GIZ ein.
„Klinik Partnerschaften“ wurde genehmigt, die Umsetzung verzögert sich aus einigen Gründen, soll aber in 2020 realisierbar sein.
„Early Intervention“ wollen wir in modifiziert Form erneut einreichen.
Kurzfristig planen wir die Gründung eines Netzwerkes von Kirgisen im
Ausland (im ersten Schritt in den deutschsprachigen Ländern Österreich,
Deutschland und Schweiz), die bereit sind, das Ziel „Unsere Kinder in
Kyrgyzstan dürfen nicht taub bleiben müssen“ ideell oder finanziell zu
unterstützen. Daraus sollte ein Förderverein entstehen, der sich aktiv in die
Verfolgung dieses Ziels einbringt.

Monika Lehnhardt-Goriany

14.11.2019

[:de]Emilia lernt spielerisch [:ru]Маленькая Эмилия учится играя[:en]Emilia lernt spielerisch [:]

[:de]Uns schreibt die Mutter von Emilia, Viktoria:

Jetzt geht es uns gut. Wir waren bereits zur 4.Anpassung in Ungarn und hatten unsere Übungsstunden mit einem Sprachtherapeuten. Außerdem fahren wir regelmäßig nach Lwiw. Emilia ist sehr aktiv und daher vom Unterricht nicht wirklich begeistert. Deswegen verwandeln wir den Unterricht jetzt in ein Spiel.

Sie kann bereits einige Wörter und Laute aussprechen (Mama, Wau, Muh, Miau), weiß, wie die Bäume
rauschen und der Wind weht, kennt das Geräusch von Fahrzeugen (Auto, Traktor) und kann Farben unterscheiden. Emilia ist sehr freundlich, liebt Kinder, hilft unserer Nachbarin, die Artikel in ihrem Laden zu platzieren, und liebt es, zu reisen.[:ru]

Пишет нам мама Эмилии (импл. 09.2016), Виктория:
Дела у нас теперь идут хорошо. Уже были в Венгрии на четвертой настройке и на занятиях с сурдопедагогом, но мы также ездим и во Львов. Эмилия активная и не очень хочет заниматься, но занятия мы  превращаем в игру. Она у нас живчик – чемпион. Уже умеет произносить некоторые слова и звуки (мама, гав, му, мяв), знает как шумят деревья, дует ветер, звук автотранспорта (автомобиль, трактор), различает цвета. Благодаря нашим педагогам мы потихоньку двигаемся вперед к нашей мечте. Эмилия дружелюбна, любит деток, помогать нашей соседке расставлять в магазине товар и любит путешествовать.

 



Справи в нас добре тепер. Вже були в Угорщині на 4 настройку та заняття там з сурдопедагогом.
Але і їздимо до Львова.Емілія активна, не дуже хоче заниматися , но ми ці заняття перетворюємо в ігру. вона у нас живчик -чемпіон.Вже знає вимовляти деякі слова та звуки.,( мама, гав, му мяв, ) знає  як шумлять дерева, віє вітер, звук автотранспорта( автомобіль, трактор) розрізняє кольори,Дякуючи шашим педагогам ми потихеньку рухаємося вперед до нашої мети. Емілі дуже дружелюбна, любить діток, любить допомагати в магазині розставляти товар нашій сусідці. Дуже любить подорожувати.[:en]Uns schreibt die Mutter von Emilia, Viktoria:

Jetzt geht es uns gut. Wir waren bereits zur 4.Anpassung in Ungarn und hatten unsere Übungsstunden mit einem Sprachtherapeuten. Außerdem fahren wir regelmäßig nach Lwiw. Emilia ist sehr aktiv und daher vom Unterricht nicht wirklich begeistert. Deswegen verwandeln wir den Unterricht jetzt in ein Spiel.
Sie kann bereits einige Wörter und Laute aussprechen (Mama, Wau, Muh, Miau), weiß, wie die Bäume rauschen und der Wind weht, kennt das Geräusch von Fahrzeugen (Auto, Traktor) und kann Farben unterscheiden. Emilia ist sehr freundlich, liebt Kinder, hilft unserer Nachbarin, die Artikel in ihrem Laden zu platzieren, und liebt es, zu reisen.[:]

[:de]Wer singen kann, ist glücklich [:ru]Счастлив тот, кто поет[:en]Wer singen kann, ist glücklich [:]

[:de]Gesangschule Rheinstetten gibt Benefizkonzert im Gemeindehaus der Herz-Jesu-Kirche zugunsten gehörloser Kinder

Download (PDF, 1.08MB)

[:ru]Музыкальная школа в Райншеттене выступила на благотворительном концерте в городском зале церкви Herz-Jesu-Kirche в пользу глухих детей

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[:en]Gesangschule Rheinstetten gibt Benefizkonzert im Gemeindehaus der Herz-Jesu-Kirche zugunsten gehörloser Kinder

Download (PDF, 1.08MB)

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[:de]Das beste Geschenk zu der Einschulung[:ru]Лучший подарок к первому сентября[:en]Das beste Geschenk zu der Einschulung[:]

[:de]IMG_0838-e1474794923612Uns schreibt die Mutter von Pavlik, Natalia

Liebe Monika Lehnhardt,

ich finde es schwierig, die genauen Worte zu wählen, um die Gefühle der Dankbarkeit und Bewunderung zu vermitteln, die ich empfinde, nachdem Sie und die Ernst Lehnhardt Stiftung meinem Sohn geholfen haben.

Mein Sohn ist bereits seit viereinhalb Jahre ein CI-Träger und hat einen Nucleus Freedom. In diesem Jahr ging mein Sohn in die erste Klasse der allgemeinbildenden Schule. Wir waren sehr aufgeregt und haben uns auf dieses spannende Ereignis vorbereitet, aber am Vorabend des 1. Septembers (dem Tag vor der Einschulung) ist der Sprachprozessor kaputt gegangen.

Ich habe von der Ernst Lehnhardt Stiftung schon früher gehört, aber nie um Hilfe gebeten, da es uns bis diesem Zeitpunkt gelungen war, alles selbständig zu lösen. Aber in dem Augenblick, als es schien, dass es keinen Ausweg mehr gab und wir von niemandem Hilfe erwarten konnten, wagte ich anzurufen.

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[:de]Spendenaktion: Gebrauchte Sprachprozessoren für ukrainische Kinder[:ru]Charity Speech Processor Project in Ukraine[:en]Charity Speech Processor Project in Ukraine[:]

[:de]Bogdan KiselukBogdan wird heute nicht zur Schule gehen, vermutlich auch nicht in den nächsten Tagen und vielleicht sogar in den nächsten Wochen. Es ist nicht, dass er nicht möchte – er mag die Schule, seine Lehrer und seine Klassenkameraden. Bogdan ist taub, aber mit seinem Cochlear Implantat konnte er sehr gut hören und verstehen. Drei Jahre lang besuchte er eine Regelschule und er hatte beste Aussichten auf eine gute Weiterentwicklung auf eine höhere Ausbildung.

Aber sein Sprachprozessor (der externe Teil des Cochlear Implantat Systems) hörte auf zu funktionieren – Bogdan hat sein Gehör erneut verloren. Das ist noch viel schlimmer als taub geboren zu werden. Als Baby kannte er den Unterschied zwischen hörend und taub sein nicht. Jetzt, da er 11 Jahre alt ist und 8 Jahre lang gehört hat, eine hörende Familie und hörende Freunde hat, ist er verzweifelt. Er kann mit ihnen nicht mehr effektiv kommunizieren, er ist erneut in eine komplette Isolation gefallen.

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