Artyom VardanyanArtyom Vardanyan

Artyom VardanyanNarrated by Marineh Vardanyan, Artyom´s Mom

Hello, my name is Marineh Vardanyan, I am Artyom’s Mom. I live with my family in the town Artashat, in Armenia. My son was born on the 22nd of January, in 2002. At that time there was no hearing screening for newborns, and this was the reason we did not know about Artyom being deaf right after his birth. When he was one and a half years old I noticed that my son was not reacting to noises at all. Immediately we took him to Arabkir paediatric hospital in Yerevan to be examined. Artyom was diagnosed 4th grade sensorineural hearing loss.

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Armine KocharyanArmine Kocharyan

Armineh KocharyanNarrated by Armine Kocharyan
Hello! My name is Armine  Kocharyan from Yerevan, Armenia. I was born in 1986. At the age of three I got hard flue and it was fatal to my life, because it left me with a serious illness called 4th grade sensorineural deafness. The only salvation was a Cochlear implantation, but because of  lack of financial resources I was only Cochlear-implanted at the age of nineteen. Until then I used hearing aids which, of course, helped me, but not too much. So I experienced the clear hearing only after many years with my Cochlear Implant.

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Und der Gewinner istAnd the winner is

Erzählt von Klaus Gollnick und Lilit Abrahamyan, Juli 2015

2015-07-03-3681Sevak ist dreieinhalb Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und Großeltern in dem kleinen Dorf Kotayk in der Provinz Kotayk, südwestlich von Erewan, Armenien. Da seine Eltern den ganzen Tag arbeiten, passen meist seine Großeltern, die einen kleinen Bauernhof betreiben, während der Woche auf ihn auf. Sevak liebt es, im Garten zu spielen, und er liebt die Ziegen und Hühner, die auch auf dem Bauernhof leben. Er erkennt die unterschiedlichen Geräusche, wenn eine Ziege ruft oder die Hennen gackern, während sie gefüttert werden.

Jedoch sind diese Geräusche neu für Sevak, denn er wurde taub geboren.

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Der große TagThe big dayThe big day

Erzählt von Klaus Gollnick, Juli 2015

 
AymanVier Wochen können eine lange Zeit sein, wenn man auf solch ein lebensveränderndes Ereignis wartet, wie es eine erste Anpassung jedesmal ist. Ayman’s Eltern hatten zwar schon mit der gesamten Familie und Freunden den glücklichen Ausgang der Operation gefeiert, aber die erste Anpassung, die Ayman in die Welt des Hörens bringen würde, war ein Ereignis, das mit nichts vergleichbar war, was sie bisher erlebt hatten.

Der 27. Mai 2015 war der große Tag, an dem die Anpassung im Ear Care Center in Khartoum vorgenommen wurde, und Ayman’s erste Reaktion, als er das erste Geräusch wahrnahm, war nichr verwunderlich- er fing an zu weinen, überwältigt von dem, was mit ihm geschah.

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Die Welt ist nicht ohne gute Menschen!Мир не без добрых людей!

Erzählt von Kiras Mama, Maria, Juli 2015

Kira GoncharenkoDie Welt ist nicht ohne gute Menschen! Dieses bekannte russische Sprichwort ist unser liebstes geworden. Als wir auf der Suche nach Geldern für die Operation für Kira waren, traf ich viele gute Menschen, die uns geholfen haben. Mit deren Hilfe wurde für Kiras linkes Öhrchen nicht nur die Cochlear Implantation in der Schweiz, sondern auch die Erstanpassung des Sprachprozessors und einige Rehabilitationsstunden in Deutschland ermöglicht. Damals lebten wir in Cherson, in der Ukraine. Schon wenige Wochen nach der Erstanpassung sagte meine Tochter das so lange erwartete erste Wort “Mama”. So begann der Weg zum Hören und Sprechen. Seitdem hört sie mit dem Plaudern nicht mehr auf.

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Budoor´s langer und weiter Weg in die Welt des Hörens

Erzählt von Monika Lehnhardt, Mai 2015

BudoorEs war das zweite Mal in ihrem Leben, dass Budoor ALI AHMED AL-GUDARI aus Sanaa nach Deutschland kam, in der Hoffnung, wieder hören zu können. 1988 reiste sie als damals 5 jähriges Mädchen mit ihrem Vater zum ersten Mal an. Auch im Jemen hatte sich die Nachricht verbreitet, dass es in Deutschland Ärzte gibt, die taube Menschen aus der Stille holen. Zwei Namen standen auf der Empfehlungsliste – Banfai und Lehnhardt. Warum sie damals bei Banfai in Köln landeten, konnten sie nach so langer Zeit nicht mehr nachvollziehen. Budoor erhielt ein Cochlear Implant der Firma 3 M, von dem sie leider nur sehr eingeschränkt profitierte bis es gänzlich ausfiel.

Der Weg zu einer höheren Ausbildung war dadurch mit größten Anstrengungen verbunden. Immer weniger konnte sie verstehen, warum ihre Familie, Menschen in ihrer Umgebung offensichtlich Angst um sie hatten. Sie hörte nicht, wenn in der Nähe geschossen wurde, wenn Granaten einschlugen. Sie geriet zunehmend in Gefahr. Vater und Tochter beschlossen, den Weg nach Deutschland erneut anzutreten und hofften, mit zehn tausend Euro in der Tasche ein neues Cochlea Implantat für Budoor zu bekommen. Diese Hoffnung zerschlug sich schnell – in Berlin erklärte ihnen ein Hals-Nasen-Ohren Arzt, dass die Kosten mit Operation und Aufenthalt im Krankenhaus ein Vielfaches betragen würde. Zu allem Übel wurden dem Vater wenige Tage später seine zehn tausend Euro gestohlen. Das polizeiliche Protokoll sprach nüchtern von Taschendieben. Eine Aussicht, diese zu finden gäbe es praktisch nicht.

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Ayman’s GlückssträhneAyman’s lucky streak

Erzählt von Klaus Gollnick, Mai 2015

(R)صورة٠٠٧٦جDies ist die Geschichte des kleinen Ayman aus dem Sudan.

Mittlerweile ist Ayman 3 1/2 Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und drei Geschwistern im Aussenbezirk der nordsudanesischen Hauptstadt Khartoum. Als er 2 Jahre alt war, wurde bei ihm bei einer Untersuchung in einer HNO Klinik in Khartoum beidseitige Taubheit diagnostiziert, ein Schicksal, das er mit vielen Kinder auch im Sudan teilte.

Für jede Familie ist solch eine Diagnose ein schwerer Schlag, der noch schwerer wiegt, wenn einem die Möglichkeiten, Abhilfe zu schaffen, weitestgehend genommen sind, nicht nur wegen der fehlenden Infrastruktur im eigenen Land, sondern besonders wegen der fehlenden finanziellen Ressourcen. Die Empfehlung und der Wunsch, Ayman mit einem Hörimplantat zu versorgen, erschienen unerfüllbar zu bleiben.

Aber Ayman hatte Glück.

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Man kann nicht früh genug damit anfangen

von Klaus Gollnick, April 2015

Jasmine 15-7Rückblickend auf die Zeit, als Shakira (rechts auf dem Foto) noch taub war, blieb die Kommunikation mit ihrer Schwester im Keim stecken. Nach ersten Versuchen, die kleine Schwester zum Spielen zu animieren, wurde der Kontakt immer brüchiger. Zur Zeit sind sie gemeinsam auf Entdeckungsreise in die Welt der … Kosmetik. Unter Anleitung der knapp zwei Jahre älteren und damit natürlich deutlich erfahreneren Schwester wird die Welt der Cremes, Puder, Lippenstifte und Nagellacke erkundet. Die ganz normale Mädchenwelt eben.

Hier ist das Foto von Shakira mit ihrer ‘großen’ Schwester Jasmine nach einer gelungenen Kosmetiksession.von Klaus Gollnick

Jasmine 15-7Rückblickend auf die Zeit, als Shakira (rechts auf dem Foto) noch taub war, blieb die Kommunikation mit ihrer Schwester im Keim stecken. Nach ersten Versuchen, die kleine Schwester zum Spielen zu animieren, wurde der Kontakt immer brüchiger. Zur Zeit sind sie gemeinsam auf Entdeckungsreise in die Welt der … Kosmetik. Unter Anleitung der knapp zwei Jahre älteren und damit natürlich deutlich erfahreneren Schwester wird die Welt der Cremes, Puder, Lippenstifte und Nagellacke erkundet. Die ganz normale Mädchenwelt eben.

Hier ist das Foto von Shakira mit ihrer ‘großen’ Schwester Jasmine nach einer gelungenen Kosmetiksession.von Klaus Gollnick, April 2015

Jasmine 15-7Rückblickend auf die Zeit, als Shakira (rechts auf dem Foto) noch taub war, blieb die Kommunikation mit ihrer Schwester im Keim stecken. Nach ersten Versuchen, die kleine Schwester zum Spielen zu animieren, wurde der Kontakt immer brüchiger. Zur Zeit sind sie gemeinsam auf Entdeckungsreise in die Welt der … Kosmetik. Unter Anleitung der knapp zwei Jahre älteren und damit natürlich deutlich erfahreneren Schwester wird die Welt der Cremes, Puder, Lippenstifte und Nagellacke erkundet. Die ganz normale Mädchenwelt eben.

Hier ist das Foto von Shakira mit ihrer ‘großen’ Schwester Jasmine nach einer gelungenen Kosmetiksession.

Mädchen mit Cochlear Implant

von Monika Lehnhardt, Februar 2015

Im Dezember 2014 bekam ich dieses hübsche Selbstporträt „Mädchen mit Cochlear Implant“, das auf den ersten Blick an das Vorbild des berühmten „Mädchen mit dem Perlen-Ohrring“ von Johannes Vermeer erinnert. Der beiliegende Brief der im Dezember 2013 gegründeten „Associazione Italiana Liberi di Sentire“ (des italienischen Wohltätigkeitsvereins „Frei zu Hören“) erklärte den Hintergrund. Die Idee stammt von Dr. Sandro Burdo, dem wissenschaftlichen Beirat in dieser Vereinigung, der dieses in limitierter Auflage erschienene Bild einigen Personen als Geschenk zudachte, die sich im Kampf gegen Taubheit und deren Folgen einsetzen. Gleichzeitig rief er die Beschenkten auf, ein „Selfie“ für die Website der Vereinigung zur Verfügung zu stellen.

Ich habe meinen Mann Michael gebeten und hier ist das Resultat.

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Es freut mich sehr, dass ich zu den von Dr. Sandro Burdo Ausgewählten gehöre und ich werde gerne weiterhin meinen Beitrag dazu leisten, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die gravierenden Folgen von Taubheit zu sensibilisieren und darüber aufzuklären, dass Taubheit in unserer Zeit kein unabänderliches Schicksal mehr ist und dass mit Hilfe des Cochlear Implantates und einer nachfolgenden adäquaten (Re)Habilitation nicht nur Integration sondern auch eine vollwertige Inklusion möglich ist.